Mittwoch, 27. Mai 2009
Vancouver Day 2
Heute vormittag war erstmal Overhead angesagt: auschecken aus meinem Flughafenhotel und ab zum Flughafen, meinen kleinen Nissan abgeben. Nach 2600km habe ich nun also 4600km in Kanada verfahren. Gar nicht übel, in knapp 4 Wochen. Praktisch, daß der Sprit hier selbst in den teuren Großstädten mit gut einem CAN-Dollar pro Liter aufgrund des zur Zeit günstigen Wechselkurses nur rund die Hälfte von dem in Deutschland kostet.Anschliessend ging es mit dem Bus ins Comfort Inn, das letzte Hotel meiner Reise, mitten im Vancouver Downdown. In der Innenstadt stört ein Auto eher, da der Nutzen dort begrenzt ist und es, auch auf dem Parkplatz der Unterkunft, Kosten verursacht. Daher habe ich mein kleines rotes Auto, welches mich die letzten 2 Wochen durch Kanadas Westen trug, auch nicht lange vermisst.
Für heute war Regen angesagt, mit sonnigen Tagen für den Rest der Woche. Das passte zu meinem Plan: heute war es an der Zeit, der örtlichen Niederlassung meiner Firma einen Besuch abzustatten. Das Büro befindet sich allerdings gar nicht in Vancouver selbst, sondern im östlich angrenzenden Ort (oder Stadtteil??) Barnsby. Fünf Stationen mit dem "Skytrain", der Metro Vancouvers. Die führerlose und damit offensichtlich vollautomatische Bahn fährt im Bereich der Innenstadt tief unter der Erde. Wie in Toronto führen ewig lange Rolltreppen ins Erdreich. Ausserhalb des Stadtkerns schweben die Schienen in der Höhe und schlängeln sich durch Häuserschluchten, Autobahnkreuze und über Straßen hinweg. Downtown ist eine Zone und das Ticket hierfür kostet CAN$2,50. Barnsby liegt nebenan, also ist hier das Zwei-Zonen-Ticket für CAN$3,70 fällig. Die Fahrkarten sind je 2 Stunden lang gültig und können beliebig mit Bahn, Bus und den Trolley-Bussen, deren Überleitungen das Straßenbild mitbestimmen, genutzt werden. Infrastruktur!
Ich hatte in Barnsby einen Wolkenkratzer mit Hunderten Kollegen erwartet und fand nur ein kleines Büro in einem Bürokomplex vor. Von den ca. 20 hier ansässigen Consultants waren die meisten zudem heute abwesend. Dennoch konnte ich ein interessantes Gespräch mit einer Kollegin führen, welche mich auch darauf hinwies, daß CGIs Westküsten-Zentrale in Victoria auf Vancouver Island liegt.
Na prächtig, da hätte ich mich besser vorher schlau gemacht - und etwas unglücklich, daß ich an einem Wochenende dort war. Aber was solls, fahre ich halt nochmal zurück, da gefällts mir eh besser
Für den Rest des Nachmittags war ich wieder in der Innenstadt und auf der Robson Street Bummeln. Lecker Sushi mit einem herben japanischen "Asahi" Bier, und so langsam wurde es an der Zeit, die letzten Souveniers zu kaufen: T-Shirts, und die letzten Postkarten.
Gegen Abend kam unerwartet die Sonne raus. So fuhr ich spontan auf den Vancouver Lookout im Harbour Center. Mit "nur" 167m ist das zwar kein CN-Tower, aber doch hoch genug um einen wunderschönen Sonnenuntergang mitzuerleben und eine perfekte Sicht auf die Gegend zu erhalten. Die CAN$13 für die Aussichtsplattform hier fühlten sich jedenfalls besser investiert an als die CAN$40 für den Berg. Nach einer ersten Runde Sonnenuntergangsaufnahmen gönnte ich mir im Restaurant (Rotationszeit 1 Stunde) einen "Vanilla Sky" Cocktail, der viel stärker ausfiel als erwartet, und wartete auf die Finsternis. Mit dem genialen GorillaPod konnte ich jede Menge schöner Nachtaufnahmen der Stadt machen, auch anschliessend nochmal bei einem kurzen Rundgang an der nördlichen "Waterfront".
Gegen Mitternacht im Hotel angekommen ist es jetzt flink Zeit für die Falle, ich möchte morgen früh nochmal zurück nach Victoria.
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Tags: Kanada 2009






Die ersten beiden Nächte bin ich im Sandman Airport Hotel in unmittelbarer Nähe des Flughafens untergebracht. Der Highway nebenan startet auch schon direkt mit dem Ortsschild. Rund eine halbe Stunde dauert es bei halbwegs anständigem Verkehr, bis man die Vororte hinter sich gelassen hat und in der eigentlichen Innenstadt angekommen ist. Der Weg dorthin erinnert ein wenig an die Young-Street Torontos: kilometerlang - rund 60 Straßenblocks - zieht sich die Einkaufsstraße durch die flächigen Wohngebiete. Nur die ganzen Appartement-Wolkenkratzer fehlen.
Mein letzter Tag auf Vancouver Island.
Abfahrt Campbell River. Schon wieder Bilderbuchwetter, die Sonne brannte von einem wolkenlosen Himmel und der kühle Pazifikwind sorgte für angenehme Linderung.
Von Port Hardy ging es am frühen Morgen ohne weiteren Aufenthalt in der Hafenstadt direkt ab richtung Süden.
Drei Stunden muss ich diesen Anblick jetzt schon ertragen, mit einer Compilation der "100 besten Gitarrensolos aller Zeiten" im Ohr.
Mittwoch, Tag 3. Weiter gehts im Nirgendwo. Heute ist nach den letzten beiden Tagen Regenwetter endlich wieder bilderbuchtaugliche Beleuchtung angesagt.
Dienstag, Tag 2: während der Abfahrt in Prince George fällt ordentlich Schnee. Auch auf den Straßen und den geparkten Autos ist über Nacht einiges liegengeblieben. Die Aussentemperatur liegt gegen 9h früh bei gerade mal einem Grad über dem Gefrierpunkt.
Middle of nowhere. Oder, wie der Rheinländer so sagt: JWD - janz weit draußen.
Heute habe ich es ruhiger angehen lassen. Pflichtprogramm in bzw. bei Jasper ist die Maligne Road: 50km in die Rocky's nach Südosten, mit dem Maligne Canyon, und zwei großen Seen, dem Medicine Lake sowie dem Maligne Lake - letztgenannter soll nach dem gestern besuchten Lake Louise das zweitbeliebteste Motiv Kanadas sein.
Der Weg von Banff nach Jasper führt über die wohl schönste und bekannteste Panorama-Straße Kanadas, mitten durch die beiden gleichnamigen Nationalparks, in deren Herzen die jeweiligen Orte liegen.
In 7896ft Höhe, also rund 2400m, im Restaurant auf dem Gipfel des Sulphur Mountain, habe ich diese Zeilen getippt und die grandiose Aussicht genossen. Rundherum kann man dort die schneebedeckten Gipfel der Rocky Mountains bewundern - bei heute nachmittag mal wieder sehr gutem Wetter und geradezu unheimlicher Windstille auf den Gipfeln, ein Anblick den man so schnell nicht vergisst.
This is as good as it gets.
Was für ein Sauwetter! Heute vormittag ging es noch einigermassen, und so konnte ich trockenen Fusses meine Runde durch die Stadt am Calgary Tower beginnen.
Hallo, Alberta!
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