Eine Erweiterung meines
Geek-Stöckchens, via
Garv - und vielleicht
gewinne ich sogar ein Spiel dabei 
Was war dein erstes Computer-Spiel (keine Konsole, sondern "Heimcomputer") welches du gespielt hast?
Pacman, Pong, Alley Cat, Gato
Um welches System handelt es sich auf dem du dein erstes Spiel gezockt hast?
Schneider CPC und danach ein 80168 TurboXT.
Was ist/sind deine Lieblingsspiele?
In den letzten 4 Jahren hatte ich irgendwie keine Zeit für Computerspiele, daher habe ich da zur Zeit nicht wirklich eins.
Zuletzt (in dieser Reihenfolge) mit viel Spaß und auch mehrfach gespielt habe ich: Homeworld, Homeworld Cataclysm, Freelancer, Homeworld II, Need for Speed Underground II. Also alles Schnee von gestern bis vorgestern.
Welche Spiele haben dich enttäuscht und warum?
Puh, das hab ich wohl alles erfolgreich verdrängt. Eigentlich kann ich mich da nur an Wing Commander Prophecy erinnern. Die Teile davor habe ich mit Inbrunst gebetet, nicht gespielt. Prophecy hab ich nur angespielt ...
Ah und Bundesliga Manager, der allererste. Da waren mehr Bugs als Bytes auf dem Datenträger; das erste Spiel was ich dem Shop zurückgegeben habe.
Zockst du heute auch noch und wenn ja, welche(s) Spiel(e)?
Nachdem ich die Homeworlds und Freelancer schon im Schlaf spielen könnte, habe ich gerade vorgestern spontan einen Stapel Spiele gekauft. Mit dem neuen Job und der neuen Wohnung hoffe ich, ab und zu abends die besten Spiele der letzten 5 Jahre nachholen zu können.
In meinen Einkaufskorb haben es vorgestern geschafft: Morrowind mit allen Extras, Neverwinter Nights 1-3 mit allen Extras, Tomb Raider Legend und IL2 mit allen Extras. Also Spielmaterial für ganz 2008, wenn ich es gründlich spiele. Und alles zusammen für nichtmal 50 Euro.
Dennoch nehme ich gerne Tips entgegen, was ich noch unbedingt mal gespielt haben sollte. Civ4 habe ich als alter Civilisation-Fan schon vor nem Jahr gekauft, aber nie installiert, steht schon auf der Liste. Und die Valve Orange-Box reizt mich auch (Halflife-I+IIxyz, Portal) ..
Was ärgert dich im Zusammenhang mit dem Thema Computerspiele (Treiber- und Systemprobleme, gesellschaftliche Aspekte etc.)?
Da ich aus dem Hardware-Wettrüsten vor 5 Jahren ausgestiegen bin, und Grafik wie auch Anforderungen in dieser Zeit gewaltige Fortschritte gemacht haben, bin ich was raus .. bin schon ganz baff wenn ich TV-Werbung für einen aktuellen WW2-Shooter sehe.
Was mich ärgern würde, wenn ich Powergamer wäre: Spiele sind heutzutage bei Veröffentlichung das, was man 1988 oft als
alpha-stage bezeichnet hätte. Seinerzeit habe ich die Serie Battlehawks 1942, Their finest Hour - The battle of Britain und Secret Weapons of the Luftwaffe (mit allen Extras) komplett gekauft, gespielt, gelebt - und jede Version war final, bugfrei, klasse. Irgendwann 1995 oder so gabs mit Outpost eine Art Skandal, weil das Spiel bei Markteinführung nur einen Teil der angekündigten Features hatte, und der Rest irgendwann nachgeschoben werden sollte. Heute ists ganz normal, daß einem Spiel mindestens ein halbes Jahr lang Bugfixes und Patches folgen, damit die gröbsten Fehler raus und die wichtigsten Features nachgerüstet sind (prominente Beispiele der jüngsten Zeit sind wohl z.B. Gothic 3 und Stalker).
Ich finde, wer heute ein Spiel (bei Hardware gilt das gleiche!) direkt bei Markeinführung kauft, hat zuviel Zeit und zuviel Geld. Durch die kurzen Innovationszyklen reifen Produkte in der IT beim Kunden und nicht im Labor - man wird zum Betatester und bezahlt noch dafür. Selbst schuld, wer das mitmacht. Und schade, daß die Masse der Kunden anscheinend für die neueste und beste Grafik sämtliche anderen Aspekte, die ein gutes Spiel ausmachen, vernachlässigt.
Womit ich zum nächsten Punkt komme. Was Computerspiele allgemein angeht, finde ich es sehr schade, daß jeglicher Fortschritt eine ganze Zeitlang einzig im Bereich der Shooter stattfand - und selbst da zu oft nur im Bereich der Graphik. Vor 15 Jahren gab es Adventures, Knobelspiele, Sportspiele, Strategiespiele, Flugsimulatoren, Rennspiele, Jump&Runs, Actionspiele, Brettspiele - und natürlich beliebige Crossovers. Auch in den Charts dieser Tage gibts eigentlich nur Shooter. Wobei ich es gut finde, daß die Freiheitsgrade zuzunehmen scheinen und virtuelle Welten (auch offline) beliebter werden, und den linearen ich-erschiesse-alles-was-sich-bewegt-Shooter verdrängen.
Dennoch braucht man sich nicht zu wundern, daß die Wii trotz ihrer im Vergleich miesen Grafik schon alleine aufgrund der Andersartigkeit so erfolgreich ist. Wobei ich, wäre ich Nintendo-Fan, der drölfzigsten Auflage von Zelda, Mario Game/Kart/Party auch langsam überdrüssig werden müsste.
Immerhin sinds keine Killerspiele

Die Killerspiele-Diskussion nervt mich total. Durch Spiele alleine, und seien sie noch so brutal, wird aus einem Kind kein Killer. Symptome statt Ursachen bekämpfen ist allerdings ganz normal heutzutage, überall. Auf der anderen Seite argumentieren die Hardcore-"E-Sportler" mit Wettkampfgeist und Sport, wo ich einerseits ganz persönlich Probleme damit habe, die sportliche Leistung anzuerkennen, und auf der anderen Seite irgendwo doch die Kritik berechtigt sehe, daß ab einem bestimmten Punkt soziale wie auch physische Fertigkeiten verloren gehen. Eine Ausweitung der Fähigkeiten ins virtuelle (e-Sport, e-Freundschaften) darf meiner altmodischen Meinung nach nicht völlig zulasten der RL-Pedants gehen. Muskulatur, Feinmotorik jenseits der Hände sowie Kommunikations- und Konversationsfähigkeiten abseits der Tastatur sind nämlich auch ohne elektrische Energie von Wert, und erlauben -beim jetzigen Stand der Technik- ein ungleich höheres Maß an Kreatitivät und Wertschöpfungshöhe des eigenen Handelns.
Noch ein Wort zu Online-Spielen: egal ob Browser-Games (auweia) oder Online-Spiele im Abo-Modell. Hier wird massiv Lebenszeit gestohlen, und meiner Meinung nach ohne großen Gegenwert. Soziale Bindungen da sind, wenn sie nicht Fortsetzungen aus dem
RL sind, oberflächlich und gehen so schnell wie sie kommen. Der Wert dessen, was man dort "erreicht", ist rein virtuell, und wem das praktisch überall übliche Farmen noch dazu rein virtueller Dinge als tägliche Freude ausreicht, den bemitleide ich. Lebenszeit kann man imho besser investieren und außerdem tritt er in Konkurrenz zu bulgarischen Berufsspielern und chinesischen Kindern, die in 3 Schichten am Tag virtuelle Beute gegen echtes Geld tauschen.
Ich habe Camelot, EuroRO, EVE Online und ein paar Browser-Games probiert, und es war überall derselbe Müll. Tausche Lebenszeit gegen Punkte, virtuelles Geld, virtuelle Items. Die mit Abstand größte "Leistung" bei all diesen Spielen ist das schiere Investieren von Zeit, mehr nicht. Leider bedarf diese Erkenntnis und der Wertschätzung der ZEIT einer Reife, die ich der Generation XBOX abspreche.
So. Jetzt habe ich mit meiner Arroganz wieder jede Menge Leute verletzt und auf die Füsse getreten, aber wenn es auch nur einen dazu bringt, sein Leben zu überdenken und sich seine Zeit neu zu organisieren, wars nicht schädlich
PS: Wunschliste an Perun
- Sacred
- Die Gilde 2
- Galactic Civilizations 2