Dienstag, 14. Dezember 2004
o2 jagt Wühlmäuse
Gestern hat o2 klammheimlich den GPRS-Zugang für WAP und Internet umgestellt (siehe o2 - Manuelle WAP GPRS/GSM Einstellungen). Damit können Nutzer des surf&email-packs den vollwertigen (teuren) Internetzugang und gleichzeitig über den Proxy die WAP-Flatrate nutzen - vorausgesetzt für letztere reicht nun die Nutzung eben des Proxy aus. Früher lief WAP über einen eigenen APN, da war man bezüglich der Tarifierung auf der sicheren Seite, aber eben leider auch eingeschränkt bei der Nutzung von "normalen" Internet-Anwendungen.Zusätzlich sind die Hürden für Tunnelgräber nun anscheinend deutlich höher als noch zuvor (siehe Telefon-Treff: O2-Flat - Netfront & Opera funktionieren nicht mehr). Das Austauschen der User-Agent-Kennung alleine reicht nun nicht mehr aus, um den Proxy zu passieren. Nun muss man im HTTP-Request-Header auch noch eine Profil-URL mitschicken, wie Handybrowser es auch tun. Ein paar Mausklicks später ist es dann auch tatsächlich geschafft: mein Biblo ist wieder im Netz. Allerdings wird die Luft für o2-Tunnelgräber angesichts dieser fortgeschrittenen Gegenmaßnahmen zusehends dünner. Die Korrektheit von Profil-URL und User-Agent-Kennung wird im Falle von wirren Kombinationen zwar nicht geblockt, aber im Nachhinein geprüft werden könnte sie allemal. Zur Identifizierung von Tunnelgräbern wäre das ein mehr als eindeutiges Kriterium.Notorische WAP-Flat-Mißbraucher sollten sich in Hinblick auf ihre nächste Rechnung also besser schonmal diesen bekannten Spruch merken: no risk, no fun - no pain, no gain!
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